Was haben Bio-Strohhalme, München und die EU gemeinsam?

Revolution mit Papier und Kartoffeln

Wie ein Unternehmen aus der Nähe von München mit Bio-Trinkhalmen die Welt verändert und dabei von EU-Mitteln unterstützt wird.

Die Zahlen sind beeindruckend. „40 Milliarden Trinkhalme aus Plastik werden jedes Jahr in Europa produziert, in den USA allein 500.000 am Tag“, sagt Jana Gessert, Gründerin des Raublinger Startups Bio-Strohalme GmbH. Gessert selbst kommt aus der Mineralölindustrie und hat das Startup mit ihrem Geschäftspartner Dominik Wagner gegründet. Für ihre Produkte haben sie bereits diverse Design-Preise und den Europäischen Wirtschaftspreis gewonnen.

Weg mit dem Plastik

Es geht ihnen um Alternativen zum Plastik-Trinkhalm. Plastikfrei werden ist das Ziel. „Die ganze Welt spricht über Plastiktüten, aber niemand über die Trinkhalme“, wundert sich Jana Gessert. „Dabei bekommen wir mit jedem Drink ein oder zwei Trinkhalme, die dann weggeschmissen werden oder irgendwo in der Landschaft landen.“

Von Anfang haben Jana Gessert und Dominik Wagner die internationalen Märkte im Blick. Die Industrie ist sich noch kaum bewusst, dass es echte Alternativen zum Plastik-Trinkhalm gibt. Deshalb sind internationale Messeauftritte so entscheidend. Dabei geht es zunächst um die wichtigen Fachmessen in verschiedenen Ländern, Verkaufsmaterial und Webseiten in mehreren Sprachen. Das alles kostet. „Die IHK, die uns zu Beginn beraten hat, hat uns damals empfohlen, für die Internationalisierung Förderung über die EU-Investitionsoffensive zu beantragen“, sagt Gessert. Und es klappt: Bio-Strohhalme bekommt über das Programm „Go International“ die Förderung aus dem Regionalfonds EFRE.

Vom Naturstroh zur Kartoffelstärke

Begonnen hat alles vor acht Jahren mit Naturstrohhalmen, hinzu kamen Trinkhalme aus Papier und PLA, einem Bio-Kunststoff. Gegründet wurde dann 2014, die erste Finanzierung kam über eine Crowdfunding-Kampagne und private Investoren zustande. Eine neue Entwicklung ist der Trinkhalm aus Kartoffelstärke und anderen Kartoffelbestandteilen. Bei der Drinktec-Messe im September in München wurde jetzt das neueste Hightech-Produkt vorgestellt: ein nachhaltiger Trinkhalm, der hitzebeständig ist. „In diesem Segment sind wir momentan der einzige Anbieter“, sagt Jana Gessert.

EU-Förderung für innovative, nachhaltige Unternehmenskonzepte

Da es besonders für kleinere Unternehmen schwer ist, Finanzierungen zu bekommen, ist die EU-Förderung ein nicht zu unterschätzender Baustein. Die Unternehmer bekommen Kapital, das sie nicht mehr selbst aufbringen müssen. Das Geld kann das Unternehmen jetzt in die in die Entwicklung stecken, die viel Geld kostet. Außerdem darf Bio-Strohalme auf seiner Website nun das EU-Emblem nutzen. „Das wirkt wie ein Qualitätssiegel, gerade international“, so Jana Gessert.

Inzwischen hat das Startup Kunden in der ganzen Welt. So beliefert Bio-Strohhalme die ganze Nordsee-Kette mit Papier-Trinkhalmen. Auch Red Bull gehört zu den Kunden. „Die Konzerne rennen uns die Tür ein“, so Gessert. „Unsere größten Abnehmer sitzen inzwischen in Hongkong.“

Nachdenkliche Töne gibt die Unternehmerin von sich, wenn sie sich an den Bewerbungsprozess für die EU-Förderung erinnert. Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Einfachheit. „Ich habe als Unternehmerin nur wenig Zeit. Da sind klare Kriterien, einfache Abläufe und eine schnelle Ausbezahlung entscheidend.“

Interessieren auch Sie sich für eine Förderung durch die EU Investitionsoffensive?

Hier finden Sie Informationen und Ansprechpartner.

Was haben Bio-Strohhalme, München und die EU gemeinsam?

Revolution mit Papier und Kartoffeln

Wie ein Unternehmen aus der Nähe von München mit Bio-Trinkhalmen die Welt verändert und dabei von EU-Mitteln unterstützt wird.

Die Zahlen sind beeindruckend. „40 Milliarden Trinkhalme aus Plastik werden jedes Jahr in Europa produziert, in den USA allein 500.000 am Tag“, sagt Jana Gessert, Gründerin des Raublinger Startups Bio-Strohalme GmbH. Gessert selbst kommt aus der Mineralölindustrie und hat das Startup mit ihrem Geschäftspartner Dominik Wagner gegründet. Für ihre Produkte haben sie bereits diverse Design-Preise und den Europäischen Wirtschaftspreis gewonnen.

Weg mit dem Plastik

Es geht ihnen um Alternativen zum Plastik-Trinkhalm. Plastikfrei werden ist das Ziel. „Die ganze Welt spricht über Plastiktüten, aber niemand über die Trinkhalme“, wundert sich Jana Gessert. „Dabei bekommen wir mit jedem Drink ein oder zwei Trinkhalme, die dann weggeschmissen werden oder irgendwo in der Landschaft landen.“

Von Anfang haben Jana Gessert und Dominik Wagner die internationalen Märkte im Blick. Die Industrie ist sich noch kaum bewusst, dass es echte Alternativen zum Plastik-Trinkhalm gibt. Deshalb sind internationale Messeauftritte so entscheidend. Dabei geht es zunächst um die wichtigen Fachmessen in verschiedenen Ländern, Verkaufsmaterial und Webseiten in mehreren Sprachen. Das alles kostet. „Die IHK, die uns zu Beginn beraten hat, hat uns damals empfohlen, für die Internationalisierung Förderung über die EU-Investitionsoffensive zu beantragen“, sagt Gessert. Und es klappt: Bio-Strohhalme bekommt über das Programm „Go International“ die Förderung aus dem Regionalfonds EFRE. 

Vom Naturstroh zur Kartoffelstärke

Begonnen hat alles vor acht Jahren mit Naturstrohhalmen, hinzu kamen Trinkhalme aus Papier und PLA, einem Bio-Kunststoff. Gegründet wurde dann 2014, die erste Finanzierung kam über eine Crowdfunding-Kampagne und private Investoren zustande. Eine neue Entwicklung ist der Trinkhalm aus Kartoffelstärke und anderen Kartoffelbestandteilen. Bei der Drinktec-Messe im September in München wurde jetzt das neueste Hightech-Produkt vorgestellt: ein nachhaltiger Trinkhalm, der hitzebeständig ist. „In diesem Segment sind wir momentan der einzige Anbieter“, sagt Jana Gessert. 

EU-Förderung für innovative, nachhaltige Unternehmenskonzepte

Da es besonders für kleinere Unternehmen schwer ist, Finanzierungen zu bekommen, ist die EU-Förderung ein nicht zu unterschätzender Baustein. Die Unternehmer bekommen Kapital, das sie nicht mehr selbst aufbringen müssen. Das Geld kann das Unternehmen jetzt in die in die Entwicklung stecken, die viel Geld kostet. Außerdem darf Bio-Strohalme auf seiner Website nun das EU-Emblem nutzen. „Das wirkt wie ein Qualitätssiegel, gerade international“, so Jana Gessert.

Inzwischen hat das Startup Kunden in der ganzen Welt. So beliefert Bio-Strohhalme die ganze Nordsee-Kette mit Papier-Trinkhalmen. Auch Red Bull gehört zu den Kunden. „Die Konzerne rennen uns die Tür ein“, so Gessert. „Unsere größten Abnehmer sitzen inzwischen in Hongkong.“

Nachdenkliche Töne gibt die Unternehmerin von sich, wenn sie sich an den Bewerbungsprozess für die EU-Förderung erinnert. Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Einfachheit. „Ich habe als Unternehmerin nur wenig Zeit. Da sind klare Kriterien, einfache Abläufe und eine schnelle Ausbezahlung entscheidend.“

Interessieren auch Sie sich für eine Förderung durch die EU Investitionsoffensive?

Hier finden Sie Informationen und Ansprechpartner.